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Tefal ist in deutschen Küchen allgegenwärtig – und das aus gutem Grund. Thermo-Signal, der abnehmbare Ingenio-Griff und dauerhafte Antihaftbeschichtungen haben Millionen Haushalte überzeugt. Aber beliebt ist nicht automatisch optimal. Wer länger als zwei bis drei Jahre mit derselben Pfanne kochen will, Wert auf PFAS-freie Beschichtungen legt oder einfach eine höhere Backofenfestigkeit braucht, wird bei WOLL, Berndes und GreenPan fündig. Dieser Vergleich zeigt, wo die Alternativen zur Tefal-Pfanne wirklich punkten – und wo nicht.
Tefal-Pfannen wie die Jamie Oliver Cook's Classics 28 cm sind solide Allrounder: Edelstahl mit Antihaftversiegelung, backofenfest bis 210 °C, induktionsgeeignet, spülmaschinengeeignet – für rund 56 Euro ein faires Paket. Drei Situationen sprechen aber für einen Blick über den Tellerand:
Die Berndes Bonanza Bratpfanne 28 cm ist so etwas wie die deutsche Antwort auf die klassische Tefal-Bratpfanne: Aluminiumguss statt Pressteil, eine 3-lagige Antihaftversiegelung und ein klassischer Holzstiel, der sich im Handgelenk gut anfühlt. Made in EU gehört für viele Käufer aus Arnsberg Tradition ebenfalls zum Kaufargument. Mit rund 72 Euro liegt sie über der typischen Tefal-Einsteigerpfanne, bietet dafür aber ein deutlich wuchtigeres, langlebigeres Gefühlt und eine gleichmäßigere Wärmeverteilung beim scharfen Anbraten von Frikadellen oder Kartoffelpuffern.
Nicht jeder will eine reine Antihaftpfanne. Wer Steak, Zwiebeln und Bratensatz für Saucen liebt, fährt mit Edelstahl besser – klassischerweise das Terrain, auf dem Tefal mit seiner Jamie-Oliver-Linie punktet. Die PFAS-freie Variante kommt von GreenPan: Die Venice Tri-Ply Bratpfanne 28 cm kombiniert 3-lagigen Edelstahl mit einer Thermolon-Keramik-Antihaftbeschichtung, ist induktionsgeeignet und backofenfest bis 220 °C. Damit liegt sie leicht über der Tefal-Referenz (210 °C), kostet mit rund 108 Euro aber fast das Doppelte. Der Aufkauf: Sie ist ein echtes Zweigeteilte-Pfanne-Plus-Schmorpfanne-Produkt – Braten mit Rückstand und trotzdem einfache Reinigung.
Tefals Ingenio-System ist genial: abnehmbarer Griff, stapelbar, platzsparend. WOLL macht dasselbe mit gegossenem Aluminium und mehr Hitzebeständigkeit. Die WOLL Nowo Titanium Flachpfanne 28 cm hat einen abnehmbaren Stiel, ist bis 260 °C backofenfest und für alle Herdarten inklusive Induktion geeignet – für knapp 98 Euro. Die Diamond Lite Hochrandpfanne 28 cm ergänzt das Konzept um einen 7 cm hohen Rand und eignet sich damit auch als Mini-Bräter für Gulasch, Geschnetzeltes oder Schmorgerichte. Gegenüber dem Ingenio-Serenity-Set für rund 156 Euro bekommt man hier pro Teil mehr Materialqualität, zahlt dafür aber auf einzelne Pfannen bezogen mehr.
Für Single- und Zwei-Personen-Haushalte reicht oft eine 20-cm-Pfanne. Die GreenPan Cambridge Bratpfanne 20 cm kostet rund 42 Euro und liefert die PFAS-freie Thermolon-Keramik zum Preis einer durchschnittlichen Tefal-Basispfanne. Induktionsgeeignet, spülmaschinengeeignet, leicht im Handling – wer vor allem Eier, Pancakes und kleine Portionen brät, macht hier kaum etwas falsch. Für Crêpes und Pfannkuchen ist alternativ die Essentials Crêpe-Pfanne 28 cm mit diamantverstärkter Beschichtung für etwa 51 Euro die spezialisierte Wahl.
Der Vergleich endet nicht am Bratrand. Beim Kochtopf spielt Berndes mit dem Balance Induction Enduro 20 cm mit Glasdeckel (rund 48 Euro) seine Stärke aus: extrem kratzfeste 3-lagige Teflon-Profile-Beschichtung im Topf – praktisch für Milchreis, Saucen und alles, was gern anbrennt. Gegenüber dem Tefal Daily Cook 24 cm aus 18/10-Edelstahl für etwa 42 Euro ist der Berndes die beschichtete Alternative, der Tefal der robuste Klassiker für tägliches Wasser, Nudeln und Suppen.
Und der Tefal OptiGrill? Ein kontaktloser Automatikgrill wie der GC7058 hat hier schlicht keine 1:1-Alternative im Portfolio – das ist einer der Bereiche, in denen Tefal wirklich unschlagbar bleibt.
| Modell | Material / Beschichtung | Backofenfest | Induktion | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Tefal Jamie Oliver 28 cm | Edelstahl + Antihaft | 210 °C | Ja | ca. 56 € |
| Berndes Bonanza 28 cm | Aluminiumguss + 3-lagige Antihaft | begrenzt (Holzstiel) | je nach Herdart | ca. 72 € |
| GreenPan Venice Tri-Ply 28 cm | 3-lagig Edelstahl + Thermolon, PFAS-frei | 220 °C | Ja | ca. 108 € |
| WOLL Nowo Titanium 28 cm | Aluminiumguss + Titanium-Versiegelung | 260 °C | Ja | ca. 98 € |
| GreenPan Cambridge 20 cm | Thermolon-Keramik, PFAS-frei | — | Ja | ca. 42 € |
Achtung bei der Prime Midnight von GreenPan: Die beliebte 12-Zoll-Pfanne (rund 30 cm) mit diamantverstärkter Keramik ist induktionsungeeignet – wer einen Induktionsherd hat, greift besser zu Venice Tri-Ply oder Cambridge. Das 11-teilige Prime Midnight Set für knapp 395 Euro richtet sich entsprechend an Haushalte mit Gas, Ceran oder Elektro.
Es gibt nicht die eine beste Tefal-Alternative – es gibt die richtige für Ihren Herd und Ihr Kochprofil:
Und wo Tefal die Nase vorn lässt: beim Ingenio-Zubehör-Ökosystem, beim OptiGrill und bei der Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Wer diese Systemvorteile nicht braucht, bekommt bei WOLL, Berndes und GreenPan Pfannen, die in Material, Hitzebeständigkeit und Schadstoffthematik oft mehr bieten. Schauen Sie sich die Modelle in Ruhe an – und achten Sie vor allem auf einen Punkt, den viele beim Kauf übersehen: die Herdart zu Hause. Ein Induktionsherd verzeiht eine falsche Pfannenwahl gar nicht.
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